Presse

Schwarzwälder Bote 27.12.2018

Zu einem anspruchsvollen Konzert hatte das Klarinettenquartett "Clarisonos" in die Binsdorfer St.-Markus-Kirche eingeladen.

 

Geislingen-Binsdorf. Unter dem Motto "Dunkles Holz und helle Stimmen" präsentierte das Quartett gemeinsam mit dem Katholischen Kirchenchor aus Hausen am Tann überwiegend moderne Werke, die die zahlreichen Zuhörer mit virtuosen Klängen beeindruckten.

Klassisch begann das Klarinettenquartett mit Sabrina Michelfeit, Rebekka Ruth, Tobias Neher und Peter Kuptz das Programm mit dem ersten Satz aus Wolfgang Amadeus Mozarts Serenade in G-Dur "Eine kleine Nachtmusik". Die vier Musiker boten das bekannte Werk in bestem Zusammenklang. Ebenso virtuos schloss sich die "Fuge in g-moll" von Johann Sebastian Bach an, bei der das Quartett einen nahezu orchestralen Klang entwickelte und die Struktur der Fuge transparent hörbar machte.

Mit der Komposition "Chignon" von Satoshi Yagisawa schloss sich ein modernes Werk an, das zu den nachfolgenden Beiträgen des Kirchenchors überleitete, der sich mit modernen zeitgenössischen Werken präsentierte.

 

Es folgte der Titel "O nata Lux" von Morten Lauridsen. Der teilweise siebenstimmige Satz wurde vom Chor rein intoniert, und die hellen Stimmen der strahlenden Soprani machten das "Göttliche Licht" hörbar. Mit "Jesus, an dich glaub ich" folgte eine polyphone Komposition von Michael Ankenbrandt, bei der der Sopran durch kanonische Einsätze beeindruckte. Auch in "Dulce Lumen" von Michael Waldenby begeisterten die Sopranstimmen über einem satten Fundament der Bässe. Mit "Ubi caritas et amor" von Greyston Ives besang der Chor die Güte Gottes und verlieh den dichten Harmonien des Satzes durch eine fein abgestufte Dynamik einen besonderen Glanz.

Nach einem weiteren Textbeitrag folgten Marienlieder: "Ruf zur Maria" von Johannes Brahms, "Rosa Vernans" von Rihards Dubra und "Ave Maria" von Karl Jenkins. Lebendige Agogik mit exakten Einsätzen kennzeichnete "Felix namque est" von Rihards Dubra, bevor der Chor seinen Auftritt mit dem "Exultate, Jubilate" von Karl Jenkins beendete.

 

Mit "A Klezmer Wedding" von Mike Curtis entführten die "Clarisonos" anschließend in den Klezmer-Stil und ließen die Elemente einer Hochzeitsfeier entstehen. Den Abschluss bildete ein Arrangement von Thomas Michelfeit, der bekannte Melodiefragmente aus Klassik, Film und Volksmusik zu einem fröhlichen Potpourri verarbeitete, bei dem die Instrumentalisten ihre stilistische Vielfalt unter Beweis stellen konnten.

 

Zur Zugabe versammelten sich beide Ensembles und musizierten gemeinsam den Titel "Cantata Brasilia" von Roger Emerson in einem Arrangement von Daria Pflumm. Dabei erklang das Lob Gottes in einem flotten Sambarhythmus. Die abwechslungreiche Mischung aus rhythmischen und cantablen Passagen, verbunden mit lateinamerikanischem Temperament, bot den Ausführenden noch einmal Gelegenheit, die Lebendigkeit moderner Musikliteratur zum Besten zu geben.

Sabrina Michelfeit, die das Konzert moderiert hatte, dankte den Ausführenden, der Kirchengemeinde und dem Publikum. Und die Zuhörer dankten mit anhaltendem Beifall für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.

Alles fließt, steht nicht still, geht seinen Weg. Auch die Zeit ist wie ein langer Fluss. Seit zwei Jahrzehnten erhebt der Chor Panta Rhei die Stimme zur Freude der Menschen und zum Lob Gottes - so auch am Samstag bei seinem Jubiläumskonzert.

 

Hechingen-Boll. Zeit – das heißt auch im Fluss des Jahreslaufs schwimmen. Wer am Konzertabend die St.-Nikolaus-Kirche in Boll betrat, tauchte aus dem nasskalten Herbstwetter in eine warme, behagliche Atmosphäre ein. Das Kirchenschiff war in ein angenehmes rotes Licht gehüllt und als die Uhr siebenmal schlug und die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit ihrer Chorleiterin Daria Pflumm das Gotteshaus betraten, setzte eine andächtige Stille ein.

 

Bevor das Konzert begann, wurde noch einmal zurückgeblickt. Auf die Anfänge vor nunmehr 20 Jahren. Dass innerhalb von zwei Jahrzehnten ein so stimmgewaltiger, weit über die Grenzen Bolls hinaus bekannter Chor entstehen könnte – das habe damals niemand gedacht, wurde in der Rückschau betont.

 

Und wieder ist es die Zeit, mit ihren ganz eigenen Gesetzen, die das möglich machte, was einst niemand ahnte. Denn der Chor, so wurde deutlich, hat sich ihrem Fluss angepasst, ist nicht im Alten verhaftet geblieben, sondern hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute ist es vor allem neugeistliches Liedgut verschiedener Länder und Komponisten, das er zum Vortrag bringt. "O Gott, ich will dir ein neues Lied singen", heißt es dazu in Psalm 144. "Ein neues Lied will ich anzustimmen versuchen bis zum letzten Tag" – Worte, denen die Sänger mit "Cantate Dominum", einem innigen und geistig anregenden Chorwerk von Karl Jenkins Ausdruck verliehen.

 

Vom jungen norwegischen Komponisten Ola Gjeilo bekamen die zahlreichen Zuhörer im Anschluss "Northern Lights" zu hören, in dem die Erhabenheit der Schöpfung in den schönsten Farben beschrieben wird. Kraftvoll, dynamisch, ja geradezu hypnotisierend offenbart sie sich in einer mystischen Melodie, während die Komposition "Ubi caritas", die ebenfalls aus der Feder von Ola Gjeilo stammt, klangvoll eine ermutigende Botschaft verkündet: Wo die Nächstenliebe, ja die Liebe ist, da ist auch Gott. "Es ist ein Gesang in der Welt": Mit diesen Worten wurde das "Ave Maria" von Karl Jenkins eingeleitet, in dem das stakkatoartige Ave in eine weiche, fließende Melodie übergeht.

Der Lobpreis Gottes, die Ehre des Vaters, fand ihren Ausdruck im kraftvoll majestätischen "Magnificat" des Komponisten Rudolf Thomas, bei dem sich Text- und Gesangspassagen abwechselten. "Freude leuchtet. Sie ist erfüllt in sich selbst, die Kraft allen Strömens."

 

Für "leuchtende Augenblicke" sorgte auch das Klarinettenquartett "Clarisonos", das gemeinsam mit dem Chor Panta Rhei das Jubiläumskonzert gestaltete.

 

Mit der "Suite Hellenique" (Pedro Itturalde) brachten Sabrina Michelfeit, Rebekka Ruth, Tobias Neher (alle Klarinette in B) und Peter Kuptz (Bass-Klarinette) ein Stück zum Vortrag, das die Freude über dieses Leuchten in eine melodische Struktur kleidet, die sowohl folkloristische Elemente als auch Jazzelemente enthält.

Vielfältige Stimmungen spiegeln sich auch in "A Klezmer Wedding" (Mike Curtis) wider; einem Satz von vier Tänzen, der neu komponiert wurde, aber auf traditionellen Elementen basiert.

 

Im letzten musikalischen Block des Konzertprogramms war dann noch einmal Zeit, um zu Jauchzen, zu Frohlocken und Gott, dem Herrn zu danken – "Für die Schönheit dieser Welt" und sein segensreiches Wirken.

Mit der "Cantate Brasilia", komponiert von Roger Emerson und arrangiert von Daria Pflumm ging schließlich ein stimmungsvolles, vom Publikum mit begeistertem Applaus quittiertes Jubiläumskonzert zu Ende, dem sich ein vom Bürgerverein Boll bewirteter Stehempfang im Pfarrhaus anschloss.

Schwarzwälder Bote 19.03.2018

 

Mit farbenfrohen Interpretationen passend zur fünften Jahreszeit haben Organist Hans-Peter Merz und das Klarinettenquartett "Clarisonos" beim "Heiteren Konzert zur Faschingszeit" das Publikum in der Thomaskirche begeistert.

 

Albstadt-Ebingen. Die fünf Musiker servierten in einem breit angelegten Programm beste Virtuosenkost, gespickt mit feinen Desserts auch aus der leichten musikalischen Küche. Die Sahnehäubchen steuerte Marlies Haist bei: Die Pfarrerin bot mit ihren Witzen und Anekdoten nicht nur viel "Humor rund um die Kanzel", sondern gleichwohl die eine oder andere Lebensweisheit.

 

Klug ausgewählt war indes auch das Eröffnungsstück: Die Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Hochzeit des Figaro" bot dem Klarinettenquartett Gelegenheit, sich den Albstädtern wirkungsvoll vorzustellen.

Die "Clarisonos" Sabrina Michelfeit, Rebekka Ruth, Tobias Neher und Peter Kuptz haben ihr Ensemble erst vergangenes Jahr aus der Taufe gehoben. Sie erwiesen sich in der Thomaskirche jedoch schon als harmonisch aufeinander abgestimmte Partner. Ob Johannes Brahms "Ungarischer Tanz Nr. 5" oder die folgenden Streifzüge in nichtklassische Gefilde – die natürlich wirkende Musikalität im Spiel der vier Klarinettisten kam ohne überdrehte Effekte aus.

 

Selbst in George Gershwins "Oh, Lady, Be Good", einem Jazz-Standardstück, oder dem brasilianischen Choro "Tico Tico" fanden sie zwischen breitflächiger Klangmalerei und zarten Tontupfern noch Raum für weiche Abschattierungen und bewiesen dabei viel Geschmack.

Als zusätzliches Bonbon servierte das Klarinettenquartett noch eine Uraufführung: Thomas Michelfeit aus Schramberg, Ehemann der musikalischen Leiterin von "Clarisonos", Sabrina Michelfeit, hat das Stück "Willi Tell und andere Ungeheuerlichkeiten" eigens für die Gruppe arrangiert. Er verwendete dafür Musik aus Gioachino Rossinis Oper "Wilhelm Tell" und spickte sie mit Melodien verschiedener Zeichentrick-Helden.

 

Kräftigen Applaus bescherte diese humorig-heitere Darbietung dem Klarinettenquartett, das immer im Wechsel mit Hans-Peter Merz an der Orgel aufspielte. Der Ebinger Musiker setzte die Klanggewalt seines Instruments an diesem Abend so sparsam ein wie starkes Gewürz: Lieber schwelgte er in luftig-leichten Registerfarben und wagte sich in experimentelle Regionen, indem er die charakteristischen Tonbilder von Drehorgeln und Spieluhren imitierte. Gelegentlich aber griff der Organist kräftig in Tasten und Pedale, beispielsweise in Vincenzo Antonio Petralis "Allegro brillante" aus den "Versetti per il Gloria".

Als finaler Vortrag folgte der von Klarinettisten und Organisten gemeinsam gespielte Faschingsohrwurm Jaromir Vejvoda, "Rosamunde". 

 

Bad Dürrheim (kal). Ein Konzert besonderer Art erlebten die Besucher in der katholischen Pfarrkirche St. Johann. Mit dem Titel "Blech trifft Holz" wurde ein Programm aus klassischen und modernen Melodien präsentiert. "Es wird schwungvoll und abwechslungsreich, beruhigend und belebend, denn Blech trifft Holz", das ist einen Besuch wert, versicherte Ernst Lutz und stellte die zwei mitwirkenden Ensembles vor.

 

Aus Oberndorf kam das Horn-Quartett unter der Leitung von Volker Rückert, unter der Regie von Sabrina Michelfeit trat das Klarinetten-Quartett Clarisonos aus der Region Alb/Schwarzwald auf. "Die Kirche ist mindestens so gut wie jedes Opernhaus. Die Melodien mitzunehmen ist eine Freude für jeden Besucher", so Lutz. Mit dem schwungvollen "Einzug der Gladiatoren" eröffnete das Horn-Quartett den Abend, der mehr Konzertbesucher verdient hätte. Das Ensemble Clarisonos, aus der Region Alb/Schwarzwald setzte das Programm mit der Ouvertüre zu Wilhelm Tell fort. Und sogleich war zu spüren, dass die Musiker ein sehr aufmerksames und interessiertes Publikum vor sich hatten. Mit den vorgetragenen Kompositionen aus nahezu allen Bereichen der Musik erfüllten die Bläser der Hörner sowie die der Klarinetten, die mal alleine, mal zusammen das Gotteshaus mit ihren Klängen erfüllten, die ganze Bandbreite ihrer Instrumente. Ausdrucksstark, lebhaft, zart, verträumt und melancholisch – alles war mit dabei und das auf hohem Niveau. Ein Konzert, das viel Beifall erntete.

Schwarzwälder Bote 02.11.2017

Ein rundum gelungenes Konzert ist die Soirée in der Binsdorfer St.-Markus-Kirche gewesen.

 

Geislingen-Binsdorf. Das erst in diesem Jahr gegründete Klarinettenquartett "Clarisonos" besteht aus Peter Kuptz aus Altoberndorf (Bassklarinette), Sabrina Michelfeit aus Sulgen, Rebekka Ruth aus Tennenbronn und Tobias Neher aus Binsdorf (B-Klarinetten). Sie boten erstklassige Musik, spannend bis zum letzten Ton. Unter dem Motto Blech trifft auf Holz wirkten auch die beiden Trompeter Thomas Michelfeit und Matthias Eberhardt zusammen mit Hans-Peter Merz an der Orgel mit ebenfalls hochkarätigen Beiträgen mit.

 

Zum Einzug spielten die "Clarisonos" mit "Beautiful Milka" ein berührendes bulgarisches Volkslied in einem Arrangement von Wolfgang Kornberger. Mit dem "Präludium in G-Dur" von Johann Sebastian Bach, einem schwungvollen, mächtigen und feierlichen Stück zeigte Hans-Peter Merz seine virtuose Meisterschaft auf der Orgel.

 

Dann folgte der große Auftritt der Klarinetten mit der Ouvertüre zu "Die Hochzeit des Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart. Heiter und dynamisch ausgefeilt war das lebendige, bestens aufeinander abgestimmte, virtuose Konzertieren.

 

Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war der "Slawische Tanz Nr. 2 in e-Moll" von Antonin Dvorak. Auch dieses Werk, ursprünglich für Klavier zu vier Händen geschrieben, erklang in einem Arrangement von Wolfgang Kornberger. Anfänglich melancholisch wurde der Tanz lebhafter und heiterer, ja sogar virtuos, um wiederum melancholisch zu enden und geriet so zu einem ausdrucksvollen, farbigen Erlebnis.

 

Nun kamen die Trompeten an die Reihe. Das "Konzert in C-Dur für zwei Trompeten und Orgel" von Antonio Vivaldi erfuhr eine faszinierende Wiedergabe. In den beiden Ecksätzen ertönten die virtuos gespielten Trompeten in strahlend hellem Klang, fein abgestimmt mit der eleganten Orgel.

 

Mitreißende griechische Melodien spielten die Klarinetten in der "Suite Hellenique" aus der Feder von Pedro Iturralde. Sie begann voller Rhythmus mit "Kalamatianos", einem griechischen Volkstanz im sieben Achtel Takt. Gefolgt von einem improvisierten Klarinettensolo von Sabrina Michelfeit ging die Suite in einen Walzer über. Beim letzten Teil "Kritis" meisterte das Ensemble das schnelle und technisch anspruchsvolle Stück mit hinreißendem Schwung.

 

Beim "Konzert in D-Dur für zwei Trompeten und Orgel" von Francesco Manfredini bestach im "Allegro" nach einem Orgelsolo ein freudiges Trompetenduett. Nach dem besinnlichen "Largo" im Flötenton der Orgel schloss ein munteres und virtuoses "Allegro" das Konzert ab.

 

Am Ende der Soirée spielte "Clarisonos" "A Klezmer Tryptich" von Mike Curtis. Während melancholische Melodien den Mittelteil sehnsuchtsvoll erfüllten, steckten die beiden flotten Ecksätze bei perfektem Zusammenspiel voller Rhythmus. Da gab es frenetischen Applaus des begeisterten Publikums, und mit dem schwungvollen "Tico Tico" als Zugabe bedankte sich das Ensemble "Clarisonos" dafür.

 

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